2031

 

Zahlreiche Arbeitsschritte sind in den verschiedenen Laboren (Materialannahme, Einbettung, Schneidelabor, Färbelabor, Immunhistochemielabor) erforderlich, bis ein fertiges Schnittpräparat entsteht,  um die angefärbten Zellen unter dem Mikroskop für eine Diagnosestellung erkennen zu können.

Die eingesandten kleineren Gewebeproben (Biopsien) werden vollständig eingebettet. Bei größeren Operationspräparaten entscheidet der Pathologe aus seiner Erfahrung, welche Gewebsanteile für die Diagnosestellung relevant sind.
Das Gewebe muss über Nacht nach Fett- und Wasserentzug in Paraffin überführt werden, so können die 4 – 8 µm dünnen Schnitte an einem Mikrotom hergestellt werden. Der Gewebeschnitt wird auf einen Objektträger gezogen. Für das Mikroskopieren muss noch eine Färbung erfolgen. Danach wird der Gewebeschnitt mit einem Spezialharz und einem sehr dünnen Deckglas versiegelt.

Immunhistochemie

 

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Angela Zeeb (Laborleitung) belädt den Immunostainer mit den benötigten Antikörpern und angefertigten Schnittpräparaten

 

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Immunhistochemische Färbungen: Hormonrezeptorennachweis der Tumorzellen in einem Mammakarzinom (oben) und
Nachweis der  Onkoproteinexpression der Tumorzellen (HER-2/neu) eines Mammakarzinoms (unten).

Immunhistochemielabor: Bestimmte Merkmale der Zellen an der Oberfläche oder innerhalb der Zellen lassen sich durch eine Antigen-Antikörperreaktion färberisch darstellen. Es wird nur eine begrenzte Anzahl von häufig nützlichen Antikörpern in unserer Praxis vorrätig gehalten, da diese teuer sind und nur begrenzt haltbar. Bei speziellen Fragestellungen werden deshalb in Kooperation mit größeren Zentren weitere immunhistochemische Untersuchungen veranlasst.

 

Eingangslabor